Tipps und Vorsorge

Rettungsgasse

"Bei Staubildung: Rettungsgasse” – Großangelegte Informationskampagne wirbt für Rettungsgasse in Österreich.

 

In Deutschland wurde die sogenannte Rettungsgasse 1982 eingeführt. Sie muss auf Autobahnen und Landstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung in der Mitte der Fahrbahn, bei Straßen mit drei Fahrstreifen in eine Richtung zwischen der linken und der mittleren Fahrbahn freigehalten werden.

Bisher nutzen Einsatzfahrzeuge in Österreich den Seitenstreifen der Fahrbahn, um zum Einsatzort zu gelangen. Allerdings gibt es dort öfter Probleme, wenn der Seitenstreifen nicht auf ganzer Länge ausgebaut oder durch Pannenfahrzeuge blockiert ist.

Im November 2010 kündigte Verkehrsministerin Doris Bures die Änderung der gesetzlichen Regelungen und die Einführung der Rettungsgasse in Österreich im Jahr 2012 an. Die Rettungsgasse ist generell zwischen der äußerst linken und der nächsten daneben liegenden Spur zu bilden. Die Nichteinhaltung oder Behinderung eines Einsatzfahrzeuges wird mit einer Geldbuße von bis zu 2180 Euro geahndet, während in Deutschland lediglich eine Geldbuße von 20 Euro droht.

Um die Autofahrer für die Rettungsgasse zu sensibilisieren, wurde die ASFiNAG im Mai 2011 zu einer Kommunikationskampagne verpflichtet. „Mit dieser Informationsoffensive stellt die ASFINAG sicher, dass die Rettungsgasse ab 1. Januar 2012 funktioniert. Unser Dank gilt allen Rettungsorganisationen, der Feuerwehr und der Polizei sowie den Autofahrerclubs, die bei der Information der Bevölkerung unbezahlbare Hilfe leisten“, sagt Verkehrsministerin Doris Bures.